Sterben Websites aus?

Illustration de l'article sur la fin des sites Internet

Vor einigen Jahren war die einzige Möglichkeit für ein Unternehmen, einen Internetnutzer zu erreichen, seine Website. Diese Zeiten scheinen mittlerweile lange vorbei zu sein… Websites sind zwar nicht veraltet, aber sie haben manchmal an Relevanz verloren. Das ist im Alltag spürbar, wenn man z. B. die Öffnungszeiten, die Adresse oder die Telefonnummer eines Geschäfts sucht. In den seltensten Fällen müssen wir die Website des Geschäfts aufrufen. In der Regel reicht das Google Unternehmensprofil völlig aus.

Plattformen, allen voran Suchmaschinen und soziale Netzwerke, sind aufgetaucht und für die Verbraucher zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle geworden. Seitdem liefern sie sich einen regelrechten Kampf, um sie so lange wie möglich in ihrem Ökosystem zu halten.

Google Business Profile, Facebook, Instagram, WhatsApp, TikTok… Inmitten all dieser neuen Akteure scheint der Niedergang der Websites unausweichlich zu sein. Ursprünglich waren sie ein zentrales Rädchen im digitalen Ökosystem, heute sind sie nur noch ein Teil von vielen. Ein durchaus wichtiger Teil, der jedoch von anderen Kanälen bedrängt und allmählich verdrängt wird. 

Google bringt Bewegung in die Sache

Die Gewohnheiten der Internetnutzer ändern sich unter dem Einfluss neuer Akteure, die ein beträchtliches Publikum haben. Ein Beispiel hierfür ist Google mit der Entwicklung von Google Unternehmensprofil (früher Google My Business).

Die Entwicklung von Google Unternehmensprofil seit 2016: Die Plattform setzt immer mehr auf Bilder.

Die Entwicklung von Google Unternehmensprofil seit 2016: Die Plattform setzt immer mehr auf Bilder.

Dieses Tool, das dazu gedacht ist, Internetnutzer und Unternehmen über Google Search und Google Maps zu verbinden, ist äußerst effizient. Man braucht keine Website mehr, um eine Telefonnummer zu finden, eine Nachricht zu senden, eine Wegbeschreibung zu erhalten, Reservierungen zu machen, den Lagerbestand zu überprüfen, Öffnungszeiten zu finden, Kundenrezensionen zu lesen usw. Alles steht bereits in den Unternehmensprofilen zur Verfügung.

Ein paar Beispiele für Informationen, die mit 1 einzigen Klick vom Google Unternehmensprofil aus zugänglich sind.

Ein paar Beispiele für Informationen, die mit 1 einzigen Klick vom Google Unternehmensprofil aus zugänglich sind.

Auch die auf der Konferenz Search On 2022 angekündigten Neuerungen bestätigen diese Richtung. Künftig will Google die Antwort schon bei den Vorschlägen liefern. So können Internetnutzer beispielsweise direkt zu einem Google Unternehmensprofil weitergeleitet werden. Die klassischen Ergebnisseiten (SERPs) werden also nicht mehr systematisch angezeigt. Stattdessen wird eine Reihe von Inhalten hervorgehoben, die von Google sortiert und ausgewählt wurden.

Illustration de l'une des nouveautés annoncées lors du Google Search On
Mit dieser neuen Funktion macht Google schon Vorschläge, bevor die Suchergebnisse überhaupt angezeigt werden.

Vor diesem Hintergrund rückt die Relevanz von Websites immer weiter in die Ferne. Da die Suchmaschine ihr eigenes Universum bevorzugt, erfüllt sie somit auch immer weniger ihre Funktion als Vermittler. Es wäre daher nicht verwunderlich, wenn der Anteil der Zero-Click-Suchen in den kommenden Jahren noch weiter steigen würde.

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Direkt von Plattformen aus kaufen: Ist das wirklich die Zukunft?

Muss man immer erst die Website eines Unternehmens aufrufen, bevor man es besucht? Nein, Google-Einträge reichen in vielen Fällen aus. Der Kaufprozess der Verbraucher ist heute zunehmend digital und endet oft vor dem Aufruf einer Website.

Warum sollte man sich auch die Mühe machen, eine Website aufzurufen, wenn der Eintrag eines Restaurants ohnehin folgende Informationen und Möglichkeiten bietet:

  • Eine Schaltfläche für Reservierungen
  • Aktuelle Öffnungszeiten
  • Eine vollständige Speisekarte, die mit einem Klick aufgerufen werden kann
  • Eine Adresse sowie eine Wegbeschreibung über Google Maps
  • Eine Durchschnittsbewertung und eine Liste von Kundenrezensionen

Alle notwendigen Informationen sind vorhanden. Für die Suche nach Informationen, das Treffen von Entscheidungen und sogar den Übergang zum Handeln. Es handelt sich hierbei natürlich um einen Extremfall. Websites sind in vielen Fällen immer noch nützlich, z. B. um sich über die Dienstleistungen und Angebote eines Unternehmens zu informieren. Sie sind jedoch nicht mehr systematisch das Epizentrum der digitalen Strategie eines Unternehmens.

Démonstration de la commande au restaurant depuis Google Business Profile
Es ist mittlerweile möglich, direkt über das Unternehmensprofil im Restaurant zu bestellen.

Es ist noch nicht sehr verbreitet, dass man von einem Google Unternehmensprofil oder einer anderen Plattform aus Einkäufe tätigen kann. Es gibt jedoch immer mehr Beispiele aus der ganzen Welt: Einkaufen per WhatsApp mit JioMart in Indien oder WeChat in China, direkt von Google Maps aus bei Burger King bestellen… Unternehmen nutzen die neuen Kanäle, die ihnen zur Verfügung stehen, um sich an die neuen Gewohnheiten der Verbraucher anzupassen. Die Aussichten sind vielversprechend und voller Potenzial. Denn diese lokalen Initiativen vereinen Komfort und Zweckmäßigkeit und haben dadurch das Zeug dazu, in den Alltag Einzug zu halten.

Einkaufen per WhatsApp mit JioMart in Indien

Sind Websites bereits überholt?

Die Antwort lautet: Nein! Auch wenn ihre Bedeutung abnimmt, gibt es immer noch viele gute Gründe, in die eigene Website zu investieren.

Plattformen bieten einen Überblick über dein Angebot, grundlegende Informationen, die der Nutzer braucht, um eine Wahl zu treffen, und ermöglichen es ihm manchmal, zur Tat zu schreiten. Eine Website hingegen ermöglicht es deiner Zielgruppe, detailliertere Informationen zu bekommen. Sie ist das ideale Medium, um deine Value Proposition mithilfe eines raffinierten Copywritings zu verdeutlichen.

Wenn Verbraucher einen größeren Kauf tätigen und zwischen mehreren Unternehmen schwanken, ist es immer noch gang und gäbe, Websites aufzurufen. Das ist deine Chance, deine Konkurrenz abzuhängen, indem du auf deiner Website eine einzigartige Nutzererfahrung schaffst.

In Zukunft werden Websites wahrscheinlich weniger genutzt werden. Sie werden auch weniger Traffic erzeugen. Aber es wird sie immer noch geben. Zum einen, weil eine optimierte Website ein wichtiges Kriterium für die lokale Suchmaschinenoptimierung ist, insbesondere durch die Verwendung eines Store Locators. Zum anderen, weil sie nach wie vor tief in den Gewohnheiten von Marken und Internetnutzern verwurzelt sind. 

Angesichts der Entwicklungen im Kaufverhalten bleibt jedoch abzuwarten, wie es im Jahr 2030 aussehen wird…

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beatriz-sierra-sanchez

von Beatriz Sierra Sanchez

Projektmanager für Übersetzungen

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